M3 Säkularzyklus
Thema
Der säkulare Zyklus, ein Bestandteil der Kliodynamik – ein Thema, das die Ressourcenökonomie zusammen mit der Wirtschaftswissenschaft bei jedem Themenwechsel umfassend behandelt – durchläuft vier aufeinanderfolgende Phasen: Expansion, Stagnation, Krise und Depression, bevor er erneut in eine Expansionsphase eintritt. Solange sich der säkulare Zyklus in der Expansionsphase befindet, wächst die Gesellschaft weiter, ohne dass die Spannungen, die sie in die nachfolgenden Phasen treiben, auftreten.
Das Verhältnis zwischen aufstrebenden Eliten und verfügbaren Positionen ist die Variable, die den Übergang des säkularen Zyklus in die nächste Phase auslöst: Übersteigt dieses Verhältnis – das die Überproduktion von Eliten anzeigt – den Wert eins, so führt dies dazu, dass der säkulare Zyklus von der Expansion in die Stagnation und von dort in die Krise eintritt.
Die Krisenphase des säkularen Zyklus entspricht genau dem, was bereits als säkulare Krise beschrieben wurde: In dieser Phase verfestigt sich die Überproduktion von Eliten, bedingt durch stagnierende Reallöhne, die fiskalische Belastung des Staates und die Polarisierung, vollständig. Deshalb ist es wichtig, die Beziehung zwischen aufstrebenden Eliten und verfügbaren Positionen während des gesamten säkularen Zyklus zu verfolgen – und nicht erst dann, wenn die säkulare Krise bereits eingetreten ist –, um vorherzusehen, in welcher Phase des säkularen Zyklus sich eine Gesellschaft befindet, lange bevor sie in eine Depression gerät.
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