E2 Grundlegende ökonomische Elemente
Thema
Die grundlegenden ökonomischen Elemente einer Gesellschaft – das Fundament der Wirtschaft, das zentrale Thema, das das ressourcenbasierte System bei jedem Strukturwandel mit sich trägt – sind Kapital, Arbeit, Produktion, Reallöhne, Profitrate, Verschuldung und Handel. Diese grundlegenden ökonomischen Elemente wirken nicht isoliert: Sie bestimmen gemeinsam, ob die Wirtschaft wächst, stagniert oder in eine ihrer Anomalien gerät.
Die Profitrate ist eine der beiden Variablen, die Veränderungen der grundlegenden ökonomischen Elemente auslösen. Fällt die Profitrate dauerhaft unter einen bestimmten Schwellenwert, führt dieser anhaltende Rückgang zu einem Investitionsrückgang: Kapital fließt nicht mehr im gleichen Maße wie zuvor in die Produktion, da die Profitrate das Investitionsrisiko nicht mehr kompensiert.
Der Verschuldungsgrad ist die zweite Variable, die Veränderungen der grundlegenden ökonomischen Elemente auslöst: Es handelt sich um denselben Verschuldungsgrad der Volkswirtschaft, der bereits über das Verhältnis von Verschuldung zu Bruttoinlandsprodukt erfasst wird. Übersteigt dieser Verschuldungsgrad die Schuldentragfähigkeit, löst er eine Schuldenkrise aus – denselben Schwellenwert der Untragbarkeit, der bereits als Auslöser festgelegt wurde.
Die Profitrate und der Verschuldungsgrad stellen somit zwei unabhängige Wege dar, über die die grundlegenden ökonomischen Elemente in Anomalien geraten können: Der eine Weg führt über Kapital und Produktion, wenn die Profitrate sinkt und die Investitionen zurückgehen; der andere Weg führt über die Verschuldung, wenn der Verschuldungsgrad die Schuldentragfähigkeit übersteigt und eine Schuldenkrise ausgelöst wird. Die Überwachung beider, der Profitrate und des Verschuldungsgrades, ist notwendig, da keines der übrigen grundlegenden ökonomischen Elemente – Arbeit, Reallöhne oder Handel – allein ausreicht, um vorherzusagen, welche der beiden Anomalien eintritt.
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