D1 Stadiumsdiagnose und Anzeichen des produktiven
Thema
Das Diagnoseinstrument für produktive Übergangsphasen misst den relativen Anteil jeder Überschussquelle – Bodenrente, industrieller Mehrwert, Qualifikationsrente und Automatisierungsüberschuss – am Gesamteinkommen sowie die Geschwindigkeit der technologischen Anpassung, mit der diese Überschussquellen an Bedeutung gewinnen oder verlieren. Solange der relative Anteil dieser vier Überschussquellen im Normbereich liegt, erfasst das Diagnoseinstrument normale Schwankungen, ohne dass sich die jeweils dominante Überschussquelle ändert.
Das Diagnoseinstrument sendet ein Übergangssignal, sobald die Veränderung der dominanten Überschussquelle nicht mehr vorübergehend ist: Es genügt nicht, dass Bodenrente, industrieller Mehrwert, Qualifikationsrente oder Automatisierungsüberschuss zeitweise an Anteil gewinnen; diese Veränderung muss über Generationen hinweg anhalten und sich nicht umkehren, damit das Diagnoseinstrument sie als gültiges Signal registriert. Genau dieses Kriterium – ein diskontinuierlicher und nachhaltiger Wechsel der dominanten Überschussquelle über Generationen hinweg – wurde bereits als Auslöser für den Ressourcenregime-Übergang etabliert. Die Diagnose des Stadiums und der Anzeichen des produktiven Übergangs dient daher als direkte Messung dieses Übergangs: Die Verfolgung des relativen Anteils von Bodenrente, industriellem Mehrwert, Qualifikationsrente und Automatisierungsüberschuss am Gesamteinkommen sowie der Geschwindigkeit der Technologieeinführung ermöglicht es, den bereits erfolgten Wechsel des Ressourcenregimes zu erkennen, anstatt ihn erst Generationen nach dessen Eintreten zu bestätigen. Diese rechtzeitige Erkennung ist besonders wichtig, da sich der Wechsel des Ressourcenregimes unmittelbar nach seinem Stadiumwechsel vollständig auf Wirtschaft und Kliodynamik, jedoch nur teilweise auf die Bevölkerung auswirkt.
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