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M3 Polaritätsstrukturen

Thema

Polaritätsstrukturen innerhalb der Geopolitik – eines der drei Themen, die mit dem Wandel politischer Autorität einhergehen – bezeichnen die drei möglichen Konstellationen des internationalen Systems: Unipolarität, Bipolarität und Multipolarität. Solange die effektive Anzahl vergleichbarer Pole gleich bleibt, bleibt auch die vorherrschende Polaritätsstruktur unverändert, unabhängig von Veränderungen anderer Bedingungen des internationalen Systems.

Die effektive Anzahl vergleichbarer Pole ist die Variable, die den Übergang von einer Polaritätsstruktur zur anderen auslöst: Ihre Veränderungen bewegen das internationale System zwischen Unipolarität, Bipolarität und Multipolarität. Sinkt die effektive Anzahl vergleichbarer Pole auf eins, wird die Polaritätsstruktur unipolar; steigt sie auf zwei, wird sie bipolar; und steigt sie auf drei oder mehr, wird sie multipolar.

Dies ist genau die gleiche Variable, die die effektive Anzahl vergleichbarer Pole direkt als Diagnose misst: Deshalb ermöglicht uns die Beobachtung der effektiven Anzahl vergleichbarer Pole, vorherzusagen, auf welche Polaritätsstruktur sich das internationale System zubewegt, bevor die Neuordnung zwischen Unipolarität, Bipolarität und Multipolarität bereits verfestigt ist.

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