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A2 Mangel

Thema

Ein Mangel ist die Anomalie, die in der Produktionskette auftritt, wenn der Rohstoffzufluss unter das Mindestbetriebsniveau sinkt. Solange der Rohstoffzufluss über diesem Minimum liegt, erhält die Produktion physischer Güter weiterhin die benötigten kritischen Inputs, ohne dass ein Engpass entsteht.

Ein Mangel entsteht, wenn dieser Rückgang des Rohstoffzuflusses nicht nur vorübergehend ist, sondern dauerhaft unter das Mindestbetriebsniveau fällt: Ab diesem Zeitpunkt treffen die kritischen Inputs, die zuvor normal in die Produktion physischer Güter flossen, nicht mehr in der benötigten Menge ein, und dieser Mangel wird zu einem Engpass, der den gesamten Produktionsprozess behindert.

Der Rohstoffeingang ist somit einer der Kanäle, über die die übrige Realwirtschaft die Produktion physischer Güter beeinflussen kann, ohne deren internen Mechanismus direkt zu verändern: Wenn der Lieferant dieser Rohstoffe den erwarteten Zufluss nicht mehr gewährleistet, sinkt der Wert dieses Eingangspunkts, und es ist dieser Wertverlust – nicht eine Veränderung der Produktionskettenstruktur –, der den Mangel auslöst. Die Überwachung des Rohstoffeingangs im Vergleich zum minimalen Betriebsniveau ist somit der direkte Weg, um Engpässe vorherzusehen, bevor der Engpass bei kritischen Inputs die gesamte Produktion einschränkt.

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