A1 Kosmologische Schwarze Löcher
Thema
Das zentrale Element dieses Modells ist das supermassereiche Schwarze Loch im Zentrum einer Galaxie.
Supermassereiche Schwarze Löcher befinden sich im Zentrum nahezu aller massereichen Galaxien im Universum, und Quasare sind genau genommen supermassereiche Schwarze Löcher, die extrem aktiv Materie anziehen und dadurch einige der höchsten jemals beobachteten Leuchtkräfte erreichen.
Die enge Korrelation zwischen der Masse eines supermassereichen Schwarzen Lochs und der Geschwindigkeitsdispersion der Sterne in seinem umgebenden Bulge deutet darauf hin, dass sie gemeinsam gewachsen sind, in einer Schleife, die sich um die Galaxie selbst schließt: Die Rückkopplung des aktiven Kerns – seine Winde, seine Jets – reguliert wiederum die Sternentstehung in eben jener Galaxie, die das Schwarze Loch beherbergt, sodass das Wachstum des Schwarzen Lochs letztendlich das Wachstum der Galaxie reguliert, die wiederum das Wachstum des Schwarzen Lochs ermöglichte.
Die entferntesten jemals entdeckten Quasare bestehen jedoch aus supermassereichen Schwarzen Löchern mit einer Milliarde Sonnenmassen, die entstanden, als das Universum weniger als 700 Millionen Jahre alt war – eine Wachstumsrate, die die Standardmodelle der Entstehung Schwarzer Löcher vor eine echte Herausforderung stellt. Die direkte Abbildung des Schattens, den der Ereignishorizont dieser Schwarzen Löcher auf seine Umgebung wirft, hat für zwei von ihnen die von der allgemeinen Relativitätstheorie vorhergesagte extreme Geometrie bestätigt. Vom supermassereichen Schwarzen Loch, mit dem diese Arbeit beginnt, bis zur bestätigten extremen Geometrie, mit der sie endet, einschließlich Quasaren, der Wechselwirkung mit ihrer Wirtsgalaxie und der Herausforderung durch die entferntesten Quasare, zeigen kosmologische Schwarze Löcher, dass ein einzelnes supermassereiches Schwarzes Loch die gesamte Galaxie, in der es sich befindet, prägt und gleichzeitig von ihr geprägt wird.
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