D62 Analyse aufkommender Muster
Thema
Diese Analyse emergenter Muster extrahiert im Allgemeinen die finale kollektive Eigenschaft eines Schwarms aus der individuellen Flugbahn jedes Individuums. Dadurch wird bereits ein weiteres Modell für die Gruppe etabliert, um so die finale Signatur von Selbstorganisation, Kritikalität oder einer spezifischen Emergenz innerhalb dieses Schwarms zu finden.
Dieser finale Parameter der polaren Ordnung des Schwarms unterscheidet wiederum einen geordneten Schwarm, der folglich in eine gemeinsame Richtung fliegt, von einem ungeordneten Schwarm, der sich nahezu zufällig bewegt. Je näher sich der Schwarm dieser gemeinsamen Flugrichtung annähert, desto näher kommt dieser finale Parameter der polaren Ordnung seinem maximalen Wert.
Derselbe finale Rotationsparameter dieses Schwarms detektiert stattdessen ein finales Wirbel- oder Torusmuster innerhalb desselben Schwarms, während dieselbe finale radiale Verteilungsfunktion dieses Schwarms die finale Wahrscheinlichkeit misst, einem bestimmten Nachbarn in einer gegebenen Entfernung zu begegnen, relativ zu der Wahrscheinlichkeit, die eine völlig zufällige Verteilung derselben Individuen ergeben würde: Ein bestimmter Peak innerhalb derselben radialen Verteilungsfunktion offenbart folglich einen finalen bevorzugten Trennungsabstand zwischen zwei Individuen dieses Schwarms, einen bestimmten persönlichen Raum für jedes Individuum – genau jenen Interaktionsradius, den ein anderes Modell dieser Gruppe bereits etabliert hat.
Diese Korrelationslänge dieses Schwarms stellt jedoch die vielleicht aufschlussreichste Beobachtungsgröße in dieser gesamten Analyse dar: Wenn diese Korrelationslänge deutlich größer ist als der durchschnittliche Abstand zwischen den Individuen im Schwarm, dann weist der Schwarm eine Fernkorrelation zwischen seinen Mitgliedern auf und reagiert kollektiv auf jede bestimmte Störung, weit jenseits des lokalen Interaktionsradius, der von einem anderen Modell dieser Gruppe etabliert wurde. Die Tatsache, dass diese Korrelationslänge den durchschnittlichen Abstand zwischen den Mitgliedern übersteigt, führt zu einer noch koordinierteren kollektiven Reaktion auf eine Störung.
Derselbe Schwarm weist in der Nähe eines bestimmten kritischen Punktes dieselbe Korrelationslänge auf, mit der dieser Absatz begann, und wächst unbegrenzt an. Hinzu kommt eine abschließende, enorme Schwankung der Individuenzahl, die deutlich größer ist als diejenige, die bei einer völlig zufälligen Verteilung derselben Individuen auftreten würde. Da sich dieser Schwarm diesem kritischen Punkt noch weiter annähert, wird diese abschließende Schwankung der Individuenzahl im Schwarm folglich noch größer.
Dieses Modell, dessen kollektive Schwarmcharakteristik sich aus der anfänglichen Flugbahn der Individuen ableitet, ermöglicht es daher, dass die endgültige Geschwindigkeit der Informationsausbreitung innerhalb des Schwarms die endgültige Fluggeschwindigkeit eines einzelnen Individuums innerhalb desselben Schwarms weit übersteigt. Dies erklärt, wie der Schwarm auf einen Fressfeind sogar schneller reagiert, als das angegriffene Individuum seine unmittelbaren Nachbarn selbst alarmieren könnte. Die Tatsache, dass diese endgültige Geschwindigkeit der Informationsverbreitung innerhalb des Schwarms sogar noch größer ist als die individuelle Fluggeschwindigkeit, macht die endgültige kollektive Eigenschaft der Selbstorganisation, mit der das Modell ursprünglich entwickelt wurde, noch deutlicher.
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